Spezialkanzlei für Strafrecht und Steuerrecht in Dresden


“Die zehn Gebote sind deswegen so kurz und logisch, weil sie ohne Mitwirkung von Juristen zustande gekommen sind!” 

Charles de Gaulle


Ein herzliches Willkommen auf den Seiten der KANZLEI KLEINStrafrecht & Steuerrecht! Das Zitat ist Ansporn, Ihnen das Gegenteil zu beweisen. Gerade Juristen sollten sich verständlich ausdrücken können. Immerhin ist unsere Waffe das Wort – und nur das Wort. Wir hoffen daher, Ihnen nachfolgend alles Wesentliche in kurzer und prägnanter Form darzustellen – nämlich was wir tun (Strafrecht und Steuerrecht), wie wir arbeiten (Kanzlei), wer wir sind (Anwälte), was wir bislang so gemacht haben (Referenzfälle) und wie Sie uns erreichen können (Kontakt).

§ Strafrecht

Strafrecht ist spannend. Die Probleme der Anderen faszinieren uns. Was aber ist, wenn man selbst in den Brennpunkt geraten ist? Es folgen erhebliche Einschnitte im Leben, wobei oft nur zweitrangig ist, ob nun an den Vorwürfen etwas dran ist oder nicht. Das Strafverfahren als solches, aber auch die drohende Öffentlichkeit einer Hauptverhandlung oder gar erhebliche Zwangsmaßnahmen wie Untersuchungshaft oder Vermögensarrest stellen immense psychische und zumeist existenz­entscheidende Belastungen dar. Als Strafverteidiger gilt es auch zu verhindern, was die Amerikaner so ausdrücken: „The procedure is the punishment“.

Dabei sind es nicht nur die ganz großen Verbrechen, mit denen ein Verteidiger konfrontiert wird. Häufig führen gerade die kleinen Verfehlungen des Alltags zu Ermittlungsverfahren, deren Ausmaß und Folgen ein Mandant nie für möglich gehalten hätte. Strafrecht ist eben nicht nur Mord und Totschlag, Drogen, Diebstahl und Betrug. Auch vermeintliche „Kleinigkeiten“ können für den Beschuldigten mit schlaflosen Nächten einhergehen. Es geht nicht immer um die nächsten Jahre Ihres Lebens, aber vielleicht um eine Vermögensabschöpfung, den Arrest Ihres Vermögens, um Ihre berufliche Reputation, um viel Geld, den Beamtenstatus oder die Pensionsansprüche. Oder auch um die Punkte in Flensburg, einen Bußgeldbescheid, die Eintragung im Führungszeugnis oder das Ansehen in Familie und Bekanntenkreis.

§ Steuerrecht

Wir haben unsere Kanzlei in Dresden aber nicht nur auf das Strafrecht spezialisiert. Auch das Steuerrecht hat von unserem täglichen Leben Besitz ergriffen – nicht erst seit Bankdaten, CDs und Steuerhinterziehung zum öffentlichen Thema geworden sind. Nahezu jede unternehmerische Entscheidung hat steuerliche Relevanz. Es gibt eine Vielzahl von Erklärungs- und Mitteilungspflichten für alle von uns. Betriebsprüfung, Steuerfahndung, Schätzung – Schlagworte wie diese haben nicht nur einen unangenehmen Klang. Gerade die steuerlichen Risiken für Unternehmer sind mittlerweile immens. Auch ist das System der Besteuerung derart kompliziert geworden, dass kaum jemand ohne steuerliche Hilfe auskommt. Es gilt, Ihre Rechte zu kennen, zu wahren und durchzusetzen.

§ Steuerstrafrecht

Ein Fachanwalt für Strafrecht und Steuerrecht hat den Vorteil, steuerrechtliches Fachwissen im Strafprozess nutzen zu können, und zwar nicht nur im Steuerstrafverfahren. Eines ist nämlich sicher, egal ob im Steuerrecht oder im Strafrecht: Sie brauchen immer eine Vertretung auf Augenhöhe – sei es gegenüber dem Richter, dem Staatsanwalt oder dem Finanzbeamten. Es geht dabei ganz selten um lautstarken Konflikt. Es ist vor allem die anwaltliche Kunst der friedlichen und bestenfalls geräuschlosen, aber erfolgreichen Auseinandersetzung.


Aktuelles
Disy Herbst 2019: „Die Kunst der Strafverteidigung“ Interview

Die Kunst der Strafverteidigung

Text des Interviews - ANKLICKEN

Die Kunst der Strafverteidigung

Die sächsische Justiz ist in den vergangenen Jahren in die Schlagzeilen geraten. Große Wirtschaftsprozesse gingen ebenso durch die Presse wie öffentlichkeitswirksame Gewaltdelikte oder kriminelle Übergriffe mit politischem Hintergrund. Jedes Strafverfahren lebt dabei auch von seinen Protagonisten. Einen von ihnen, den Dresdner Strafverteidiger Andrej Klein, haben wir zu seinen Eindrücken befragt.

Strafverteidiger werden in der Öffentlichkeit oft negativ dargestellt. Im Fernsehen sind es häufig schlitzohrige oder schmierige Typen, die ihre Mandanten raushauen. Für einige Richter und Staatsanwälte gelten Verteidiger nur als Blockierer oder gar Strafvereiteler. Was sagen Sie dazu? Wie sehen Sie sich selbst?

Klein: Zunächst einmal kann ich das negative Image nicht teilen, auch im Fernsehen nicht. Da gibt es blitzgescheite, witzige und fachlich brillante Typen, gerade auch in amerikanischen Serien. Bei Lichte betrachtet beschweren sich auch immer nur die, die im Strafverfahren Nachteile erfahren haben: Die Richter, wenn sie nicht in der Lage sind, ihre Verfahren effizient zu führen; die Politiker, wenn sie angeblich zu lange und zu teure Verfahren kritisieren; die Staatsanwälte, wenn sie zu milde Strafen beklagen. Dabei ist Vieles hausgemacht und hat mit dem Verteidiger primär nichts zu tun. Fehlerhafte Ermittlungen, unzureichende Anklagen, eine ineffektive Verhandlungsplanung, zermürbend langatmige Beweisaufnahmen bis hin zu fehlender Technik. Da ist es aus meiner Sicht nicht nur nachvollziehbar, sondern geradezu die Pflicht eines guten Verteidigers, daraus den größtmöglichen Vorteil für den Mandanten zu schlagen.

Ungeachtet dessen: Ich pflege ein sehr kollegiales Verhältnis zu den meisten Staatsanwälten, Steuerfahndern oder Zollbeamten. Das muss bei einem professionellen Umgang miteinander auch so sein. Man sieht sich im Juristenalltag ja ganz oft. Ich bin auch niemand, der auf Ermittler verbal einprügelt. Immerhin gäbe es ohne Polizisten, Steuerfahnder und Staatsanwälte auch keine Verteidiger. Und eines steht genauso fest: Am Ende ist auch der größte Kritiker froh, dass er dann einen guten Verteidiger hat, wenn es bei ihm selbst brennt. Ich habe schon einige Kollegen, Staatsanwälte, Polizeibeamte und Politiker verteidigt, deren Blick auf die Strafverteidigung sich anschließend deutlich geändert hatte.

Wie reagieren Sie, wenn Forderungen nach höheren Strafen laut werden, zumeist infolge öffentlichkeitswirksamer Sexualverbrechen?

Klein: Ich bin klar dagegen. Auch gegen jede Art von populistischer Stimmungsmache. Zum einen haben wir ein durchaus funktionierendes Sanktionsgefüge. Zudem sind die Strafrahmen und die Nebenfolgen von Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung schon sehr hoch und die Eingriffsschwelle sehr niedrig. Viel wichtiger ist jedoch, dass das Bild einer angeblich zu milden Strafe immer sehr subjektiv geprägt ist. Das liegt in der Regel an einer falschen Erwartungshaltung. Ich habe in meinen Verfahren als Verteidiger noch nie erlebt, dass ein Geschädigter mal zufrieden aus einem Verfahren gegangen ist. Aus Sicht einer Nebenklage ist keine Strafe hoch genug. Auch ist der Angeklagte nicht verpflichtet, zur Tataufklärung beizutragen oder die Fragen der Hinterbliebenen nach dem Warum zu beantworten. Das frustriert natürlich. Das geht aber auch Polizisten oder Steuerfahndern so, die es immer wieder beklagen, wenn ein Angeklagter angeblich viel zu milde weg kommt, obwohl man jahrelang gegen ihn ermittelt hat. Aber auch das ist meist hausgemacht und nicht das Problem des Verteidigers.

Was sagen Sie, wenn in der Öffentlichkeit über ungerechte oder zu milde Strafen diskutiert wird?

Klein: Dass das in den meisten Fällen nicht stimmt. Und das Recht nichts mit Gerechtigkeit zu tun hat.

Wie meinen Sie da